Basenkur: Entsäuern, entschlacken und wohlfühlen

Wer seinen Körper sanft und schonend, aber dennoch effektiv entgiften, entschlacken und entsäuern möchte, macht am Besten eine Basenkur für zu Hause. Diese Basenkuren sind nicht nur einfach durchzuführen, sondern können eine wahre Wellness-Oase für die eigenen vier Wände sein. Basischer Tee und Basenpulver unterstützen den Organismus bei der Reminalisierung, basisches Badesalz entschlackt den Körper über die Haut von aussen. Positiver Nebeneffekt beim Basenbad: Ihre Haut wird weicher, Cellulite kann präventiv vorgebeugt oder sogar gemindert werden. Eine Basenkur bringt Ihren Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht, eine wunderbare Kur für den Weg zur Gesundheit.

So funktioniert unser Säure-Basen-Haushalt

Über Stoffwechselmechanismen hält unser Körper die vielen verschiedenen Flüssigkeiten in einem gesunden Säure-Basen-Verhältnis. Viele unterschiedliche Faktoren, wie zum Beispiel ungesunde Ernährung, Stress, Alkohol oder Rauchen, können dieses Regulationssystem stören. Folgen sind beispielsweise Müdigkeit, Schlappheit, Hautstörungen oder sogar psychische Probleme. Ausschlaggebend für einen gesunden Basen-Haushalt ist der bekannte pH-Wert. Hier gilt es nicht sämtliche Flüssigkeiten im Körper basisch gleichzuschalten, denn der Magen muss ganz einfach mit einem pH-Wert von 1 bis 5 sauer sein. Im Dünndarm hingegen liegt der pH-Wert über 7, so dass hier Enzyme zur Kohlenhydratverdauung aktiv werden können.

Alle pH-Werte unter 7 gelten als sauer, über 7 als basisch. Viele Flüssigkeiten, wie beispielsweise das Blut, sollten einen konstanten pH-Wert haben. Irreguläre Werte und schon kleine Veränderungen können den Stoffwechsel belasten und den Körper stark beeinträchtigen.

Kommt es zu einer Übersäuerung, werden Schadstoffe dort gelagert, wo sie am unschädlichsten wirken, zum Beispiel im Bindegewebe oder Darm. Der Körper wehrt sich, er muss sich schützen. Bei einer zu starken Übersäuerung gerät das Regulationssystem ins straucheln, es kommt zu den bekannten Sympthomen.

Folgen eines übersäuerten Körpers:

  • Das Bindegewebe kann deutlich weniger Wasser binden, verliert an Elastizität, wird weniger durchlässig.
  • Der Transport von wichtigen Nährstoffen und Sauerstoff werden beeinträchtigt. Die Zellen kommen dem Abtransport der Schlacken nicht mehr hinterher.
  • Mangelernährung und Verstopfung von Zellen können Ursache für viele chronische Krankheiten sein.
  • Für den Abbau von Säuren benötigt der Körper Calcium, Kalium, Magnesium, Phosphor und Natrium. Fehlen diese Mineralien werden sie den Knochen entzogen. Übersäuerung kann also auch Auslöser von Osteoporose sein.
  • Das beeinträchtigte Bindegewebe kann zu Cellulite führen.
  • Eine langanhaltende Übersäuerung kann zu weiteren Beschwerden und Krankheiten wie Kopfschmerzen, Migräne, Rückenschmerzen, Neurodermitis, Allergien, Akne oder Haarausfall führen. Stärkere Medikamente mit unangenehmen Nebenwirkungen sind die Folge.
  • Die sogenannte Reaktionsstarre vermindert nach einiger Zeit zunehmend die Wirkung und Effektivität dieser Medikamente.

Was führt zu einer Übersäuerung?

Vor allem die üblichen Verdächtigen wie Zucker, Alkohol, Bewegungsmangel, Zigaretten und Stress können zu einer Übersäuerung führen. Säuren sind Stoffwechselprodukte, die im Zellinneren beim Abbau von Kohlenhydraten (Zucker, Stärke) bei der Fettverbrennung und im Eiweißstoffwechsel entstehen. Tierisches Eiweiß, also Wurst,  Käse und Eier, können ebenfalls Auslöser für einen zu sauren Basen-Haushalt sein. Aber auch die verminderte Nahrungsaufnahme während Diäten oder Fastenkuren (Basenfasten ausgeschlossen) können sauer wirken. Der Körper bedient sich dabei bestehenden Reserven, die entstandenen Abbauprodukte belasten den gesamten Organismus.

Warum eine Basenkur helfen kann

Wer an einer Entsäuerung und Entschlackung seines Körpers interessiert ist, dem sei eine mehrmonatige Basenkur ans Herz gelegt. Diese geht deshalb über mehrere Monate, weil eine Übersäuerung sich in der Regel über einen langen Zeitraum entwickelt. Diese chornischen Leiden können also nicht über Nacht gelöst werden. Einwöchige Basenkuren (zum Beispiel in Kur- oder Wellnesshotels) machen also nur dann Sinn, wenn Sie als Startschuss dienen.

Es gibt viele unterschiedliche Basenkuren. Wir empfehlen Kuren, die in folgende 3 Schritte gegliedert sind. Mit diesem Verfahren haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht und können diese nur wärmstens weiterempfehlen:

  1. Abgelagerte Säuren lösen:
    Ein übersäuerter Körper hat in der Regel schon lange Zeit viele Schadstoffe, vor allem im Bindegewebe, geparkt. Diese müssen im ersten Schritt gelöst werden, um wieder eine einwandfreie Zellversorgung zu garantieren und den Abtransport von Schlacken zu fördern. Dies wird oft mit basischem Tee erzielt, der viel und häufig über den Tag verteilt getrunken werden sollte.
    Beachten Sie: die gelösten Stoffe sollten unbedingt neutralisiert werden, da sie sich sonst im Handumdrehen wieder im Körper ablagern. Dies geschieht in Schritt 2.
  2. Die gelösten Säuren neutralisieren:
    Überschüssige Säuren sollten nicht abgelagert, sondern neutralisiert werden. Hierzu beötigt der Körper eine erhöhte Menge an Mineralien wie Kalzium, Kalium, Magnesium, Natrium und Phosphor. Basenpulver eignen sich deshalb so gut dafür, da sie oft pflanzlichen Ursprungs sind.
  3. Ausscheiden der Säuren über Urin, Stuhl und die Haut:
    Zum einen sollten Sie während der Basenkur viel trinken, um einen schnellen Abtransport der gelösten Stoffe über den Urin zu erzielen. 1 Liter basischer Tee und mindestens 2,5 Liter Wasser (am besten gefiltertes oder Quellwasser) unterstützen die Ausscheidung und entlasten die Nieren. Eine ballaststoffreiche Ernährung (viel Obst, Müsli und Gemüse) bewirken eine schnellere Darmpassage, Schlacken verlassen wesentlich besser und effektiver den Körper. Ausserdem wichtig: das Ausscheiden über die Haut. Mindestens 2 Basenbäder helfen dabei, den Organismus von aussen zu entsäuern.

Warum ein Basenbad so wichtig sein kann

Säuren betreffen, ist die Haut ihr wichtigstes Ausscheidungsorgan. pH-Wert Teststreifen gibt es günstig in jeder Apotheke. Machen Sie während der Basenkur doch einfach einen kleinen Selbstversuch. Vor dem Basenbad wird der Wert stark basisch bei etwa 8 liegen. Ein Basenbad mit basischem Badesalz sollte länger als 30 Minuten dauern, am Besten 1 Stunde. Nach dem Bad testen Sie den pH-Wert erneut: die Säuren-Ausscheidung über Ihre Haut hat eine gesamte Badewannenfüllung um einen ganzen pH-Punkt reduziert. Der Wert liegt jetzt nur noch leicht basisch bei 7. Schöne Nebenwirkung der regelmäßigen Basenbäder: die Haut wird weicher und Cellulite wird bekämpft. Auf ganz natürliche und schonende Art und Weise.

Ein Gedanke zu “Basenkur: Entsäuern, entschlacken und wohlfühlen

  1. Pingback: Was ist Basenfasten?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>