Was bedeutet eine basische Ernährung?

Wer vitaler leben möchte und Hilfe für eine gesunde Lebensweise sucht, landet nach einiger Recherche oft bei der basischen Ernährung. Zahlreiche Bücher und Ratgeber sind zu diesem Thema erschienen, im Fokus dabei steht immer der körpereigene Säure-Basen-Haushalt. Doch was hat es mit basischer Ernährung auf sich, und wie kann sie mir dabei helfen gesünder zu leben?

Ganz einfach: der Körper besteht zu einem großen Teil aus Flüssigkeiten. Flüssigkeiten besitzen einen sogenannten pH-Wert, den viele mit Körperpflege verbinden. Genauso wie unser Organismus eine konstante Körpertemperatur von 37 Grad hält, versucht er auch den Säure-Basen-Haushalt in einem konstanten Gleichgewicht zu halten. Diese Ausgleichmechanismen sind für uns lebensnotwendig. Das bedeutet im Klartext: kommt es hier zu starken Schwankungen muss der Körper zwangsläufig auf Reserven zurückgreifen um sich zu schützen, auch wenn dies langfristig Beschwerden oder Krankheiten zur Folge hat.

Doch wie kommt es zu einem Ungleichgewicht? Um dies zu verstehen, sehen wir uns die Ernährung an. Alles was wir zu uns nehmen wird im Körper getrennt in Brauchbares und Unbrauchbares. Schadstoffe, Gifte und unnütze Lasten werden ganz einfach “über Bord geworfen”. Zum Beispiel über den Urin, die Haut oder den Stuhl.

Vor allem die Säuren machen unserem Stoffwechsel dabei zu schaffen. Diese müssen neutralisiert werden, bevor sie den Körper verlassen können. Das geschieht mit Hilfe von Mineralstoffen wie Calcium, Kalium und Magnesium. Calcium und Magnesium sind mit die wichtigsten Mineralstoffe, die unser Organismus tagtäglich für eine Vielzahl von lebenswichtigen Aufgaben benötigt.

Über die letzten Jahre hinweg hat sich ein Großteil der Bevölkerung einer wahren Säureflut ausgesetzt. Vor allem tierisches Eiweiß, durch rapide und beinahe schon absurd ansteigenden Fleischkonsum in allen möglichen Varianten, ist einer der größten Säurebilder. Pizza, Cola, Süßigkeiten, Fast Food & Co. lassen unseren Körper im Akkord neutralisieren, doch die Zufuhr an den notwendigen Mineralstoffen wird gleichzeitig immer weniger. Die Folge: der Körper greift zu einer bitteren aber lebensnotwendigen Lösung. Er nimmt sich die Mineralstoffe aus Knochen, den Zähnen oder dem Haarboden. Der Raubbau an den eigenen Reserven geht, wie Sie sich vorstellen können, nicht spurlos an unserem Organismus vorbei.

Effektiver Schutz vor Säuren: Fett

So wenig wie die Aussage stimmt, dass jeder Übergewichtige zu viel isst, stimmt ebensowenig die Behauptung, dass Übergewicht immer durch eine Übersäuerung zustande kommt. Ein Ungleichgewicht des Säure-Basen-Haushaltes kann aber in vielen Fällen verantwortlich für Fettablagerungen sein. Dies ist ein ganz natürlicher Schutzreflex, und auch wenn Sie es vielleicht nicht gerne hören, es ist der effektivste. Denn wie schon beschrieben, setzt bei einer Säureflut ein natürlicher Schutzmechanismus des Körpers ein, der definitiv sinnvoll ist. Damit die Organe nicht von den Säuren verätzt werden, hüllt der Organsimus quasi einen fettigen Schutzmantel darum. Mit diesem Wissen können Sie sich nun vorstellen, was eine Diät bei gleichbleibender Übersäuerung anrichtet: Sie rauben Ihre Organen den Bodyguard vor Säuren. Keine gute Idee, oder?

Lassen Sie Ihren Körper nicht zu einer Mülldeponie verkommen

Unser Körper versucht möglichst immer  die schädlichen Stoffe und Säuren zu neutralisieren und auf dem schnellsten Wege wieder hinauszubringen. Dies ist ein ganz natürlicher Vorgang, befinden sich doch in der Natur zahlreiche saure Lebensmittel. Doch die moderne Industrialisierung unserer Ernährung hat zu einer Überschwemmung von Säuren geführt. Unsere Ausscheidungsorgane kommen nicht mehr hinterher, es bleibt nichts anderes übrig als die neutralisierten Säuren (sogenannte Schlacken) dort zu lagern wo sie am wenigsten Schaden anrichten können: im Bindegewebe. Viele Frauen zucken bei diesem Wort zusammen, denn die Bindegewebs-Schwäche (auch Cellulite genannt) verdirbt immer mehr Frauen den jährlichen Urlaub am Badestrand oder den Besuch im Schwimmbad. Ein ernsthaftes Problem dem viele mit teurer Kosmetik oder Behandlunden entgegenwirken möchten, die wenigsten haben damit Erfolg.

Doch neben diesen kosmetischen Problemen sorgt eine Übersäuerung zu viel gravierenderen Problemen. Diese können unter anderem Schlaflosigkeit, Depression, Kopfschmerzen, Darmprobleme oder Haarausfall sein. Und dies ist nur ein Auszug einer langen Liste an Beschwerden und chronischen Krankheiten die auftreten können.

Basische Ernährung ist einfacher und leckerer als Sie denken

Wer die Ursache seiner Beschwerden sucht, sollte bei der Ernährung anfangen. Eine basische Ernährung (beliebte Faustregel: 80% basische und 20% säurebildende Lebensmittel) besteht nicht aus Rohkost, Urkost oder ungenießbaren Suppen. Viel mehr geht es um eine ausgewogene und gesunde Ernährung, die bei der Neutralisierung der Säuren hilft, Säuren vermeidet und den Säure-Basen-Haushalt ins Gleichgewicht bringt. Eine Basenkur diente hier schon vielen als perfekter Start auf dem Weg zu mehr Wohlbefinden und Gesundheit.

Dies gilt es dabei zu beachten:

  • Grundnahrungsmittel sind künftig Gemüse und Salate, insbesondere grünes Blattgemüse, am besten roh verzehrt, andernfalls nur kurz erhitzt.
  • Quinoa und Hirse ersetzen Getreideprodukte wie Pasta und Reis.
  • Früchte statt Zucker. Aber auch bei Früchten gilt: Je süßer sie sind, desto mehr Säuren entstehen bei ihrer Verdauung. Also in Maßen und immer nur auf den leeren Magen, nie als Dessert.
  • Nüsse und Samen (Leinsaat, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, etc.) ersetzen Fleisch, Fisch, Wurst und Milchprodukte (bitte Nüsse und Samen vor dem Verzehr ankeimen lassen – aus Nüssen und Samen lassen sich milchähnliche Getränke, Nuss-Käse, auch Sauercremes und Joghurt herstellen).
  • Frisch gepresster Zitronensaft ersetzt Essig.
  • Für die Zubereitung gilt: Bei der Verdauung von erhitzten Speisen entstehen grundsätzlich eher Säuren. Dieselbe Speise roh verzehrt wird oft basisch verstoffwechselt, z. B. Tomaten: frische Tomaten sind basisch, gekochte Tomatengerichte wie Tomatensoße aber sind außerordentlich sauer.
  • Reines kohlensäurefreies Quellwasser ersetzt Säfte aller Art und kohlensäurehaltige Getränke.
  • Süßigkeiten, Kaffee, Kakao, Alkohol, Zigaretten, Lebensmittelzusätze wie z. B. Konservierungsstoffe, Farbstoffe etc. und Medikamente aller Art meiden. Sie lassen im Körper Säuren entstehen.
  • [Quelle dieser Liste und weitere spannende Informationen zu diesem Thema: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/basische-ernaehrung-2.html ]

Tipp: Neben einer basischen Ernährung können Sie Ihren Körper auch mit basischer Nahrungsergänzung beim Entschlacken und Entgiften aktiv unterstützen.

Basische Ernährung gegen Haarausfall

Eine Übersäuerung kann viele Beschwerden mit sich ziehen. Neben Kopfschmerzen, Schlappheit oder Konzentrationsproblemen kann es auch zum Haarausfall kommen. Hier spielt vor allem die richtige Ernährung eine bedeutende Rolle. Lesen Sie hier mehr zum Thema basische Ernährung & Haarausfall

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